Corona-Pandemie - Umfrage zur aktuellen Situation erfolgreich beendet

Auswirkung der Corona-Pandemie auf Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement – Ad-Hoc-Befragung der beruflichen Community

Die Corona-Pandemie beeinflusst unseren privaten und beruflichen Alltag in einem noch nie erlebten Maße. Spätestens seit dem Verfügen der Kontaktsperre hat sich unsere Art des Miteinanders und vor allem auch des Arbeitens massiv gewandelt. Home Office bzw. mobiles Arbeiten zuhause sind inzwischen für viele von uns die Regel – vor wenigen Wochen noch undenkbar.

Verbunden mit dieser neuen Situation und allen Unwägbarkeiten für die nächste Zeit kann es je nach Sektor, Tätigkeitsfeld und Arbeitsplatz unterschiedliche Fragen, Anliegen und auch Lösungen geben. Hier sehen wir einen erheblichen Informationsbedarf für unsere Berufsgemeinschaft, der übergreifend bislang kaum abgedeckt wird.

Daher hat sich der DVW e.V. dazu entschieden, unserer Community kurzfristig einen Überblick über die aktuelle Lage in Geodäsie, Geoinformation. Landmanagement und benachbarten Feldern zu verschaffen. Wir sehen dies vor allem vor dem Hintergrund, dass in den unterschiedlichen Bereichen kurzfristig eine Reihe von Entscheidungen anstehen. Erste Ergebnisse wurden bereits am 03.04.2020 veröffentlicht. Nachfolgend haben wir nun die endgültigen Zahlen sowie weitere Ergebnisse zusammengestellt.

Erfolgreiche Umfrage nun beendet: 1732 Teilnehmer nach 9 Tagen

Die Beteiligung an der nun abgeschlossenen Umfrage war erfreulich hoch: Insgesamt wurden 1732 Fragebögen ausgefüllt. Nachfolgend sind einige aus unserer Sicht äußerst relevante Ergebnisse und Erkenntnisse dargestellt. Die angegebenen Prozentwerte haben sich gegenüber den ersten Aussagen nicht wesentlich geändert und sind daher vor allem als Aktualisierung zu sehen. Die entsprechenden Abbildungen sowie weitere Diagramme finden Sie hier. Das erzielte Ergebnis ist ein sehr erfreulicher Erfolg für den DVW e.V. im Rahmen seiner Netzwerkaktivitäten.

Teilnehmerstruktur: überwiegend behördlicher Bereich, aber mindestens 147 Teilnehmer je Sektor

Die Teilnehmer verteilten sich wie folgt nach Sektoren: 55 % behördlicher Bereich, 9 % Forschung und Lehre (in absoluten Zahlen 147 Teilnehmer, davon 80% mit Lehraufgaben), 21 % Vermessungsbüros und Selbstständige, 15 % Unternehmen. Die Fragen waren überwiegend auf die einzelnen Sektoren zugeschnitten und sind im Anhang entsprechend gegliedert. Es ist daher davon auszugehen, dass die Ergebnisse recht verlässliche Einblicke in die verschiedenen Sektoren geben.

Im behördlichen Bereich lagen die Beteiligungen der mittleren und oberen Leitungsebenen bei 63 % (deutlich überwiegend) und der Mitarbeitenden bei 37 %. In der Forschung und Lehre lagen die Werte bei den Professorinnen / Professoren sowie den wissenschaftlichen Mitarbeitenden bei 72 % (deutlich überwiegend), bei den Studierenden bei 24 % und beim technischen Personal bei 3 % (5 in absoluten Zahlen und daher nicht auswertbar, jedoch mit Antworten vergleichbar den Professoren und Mitarbeitenden). Im Bereich der Vermessungsbüros und Selbstständigen lag die Beteiligung der Geschäftsleitungen bei 79 % (deutlich überwiegend), bei den Bereichs-/Abteilungsleitungen bei 7% und bei den Mitarbeitenden bei 12 %. Im Bereich der Unternehmen gliederte sich dies wie folgt: Geschäftsleitungen bei 14 %, bei den Bereichs-/Abteilungsleitungen bei 28 % und bei den Mitarbeitenden bei 58 % (deutlich überwiegend).

Verlagerung ins Home Office als Gebot der Stunde – Umsetzung trotz Kurzfristigkeit offenbar recht erfolgreich

In den befragten Bereichen zeigt sich eine kurzfristige, aber weitreichende Realisierung von Home-Office-Arbeitsplätzen. Nach Rückmeldung der Teilnehmer sind im behördlichen Bereich inzwischen in
42 % mehr als die Hälfte der Beschäftigten im Home Office (3 % vor der Krise), lediglich zu 6 % wird Home Office noch nicht genutzt (21 % vor der Krise). Eine Ausnahme bilden hier die Vermessungsbüros und Selbstständigen, bei denen zwar der Home-Office-Anteil zugenommen hat, jedoch nach wie vor 41 % der Mitarbeitenden dies nicht nutzen (können) – vor der Krise 70 % - überwiegend aufgrund der Erfordernis der persönlichen Anwesenheit.

Über die Sektoren hinweg ist, soweit abgefragt, die Zufriedenheit mit dieser Arbeitsweise bzw. mit den in Betrieben und Einrichtungen getroffenen Maßnahmen insgesamt mit Zustimmungswerten zwischen 80 % und 100 % sehr hoch. Dies liegt offenbar auch an der funktionierenden technischen Ausstattung und den verfügbaren Internetzugängen in weitgehend guter Qualität.

Organisation des fachlichen Austauschs bevorzugt mittels Online-Konferenztools und E-Mail-Kommunikation

VPN-Zugänge haben sich in der Telearbeit bewährt und werden auch in der aktuellen Situation zu einem großen Teil genutzt, wobei sich die Intensität in den einzelnen Sektoren unterscheidet. Online-Kommunikationstools und E-Mails sind derzeit die bevorzugten Kommunikationswerkzeuge (über 30 %). Daneben kommen Kollaborationsplattformen und Telefonkonferenzen zum Einsatz, wobei es hier je nach Arbeitsbereich deutliche Unterschiede geben kann.

Digitale Lehr- und Veranstaltungsformen werden deutlich ausgebaut

Im nun anlaufenden Sommersemester an den Universitäten und Fachhochschulen werden die Veranstaltungen in großem Umfang in digitaler Form stattfinden. Erfahrungen mit digitalen Präsentations- und Interaktionsformen sind in der Lehre derzeit in einer großen methodischen Breite, aber nur bis zu etwa 20 % vorhanden. Eine Ausnahme bilden dabei annotierte Veranstaltungsfolien als Skript (etwa 30 %). Etwa 60 % der Befragten nutzen bereits virtuelle Veranstaltungsformen, 40 % haben dies geplant.

Produktivitätsrückgang aus wirtschaftlicher Sicht derzeit eher als nicht signifikant eingeschätzt

Die Produktivität geht in der aktuellen Situation sowohl im behördlichen als auch im wirtschaftlichen Bereich zurück. Der Produktivitätsverlust wird im Bereich der Wirtschaft überwiegend als nicht signifikant eingeschätzt (Vermessungsbüros / Selbstständige: 75 %, Unternehmen: 69 %). Im behördlichen Bereich wird der Produktivitätsrückgang hingegen zu 45 % als signifikant, aber angesichts der Krise als unvermeidbar sowie zu 15 % als nur in Teilbereichen signifikant gesehen. Im Hinblick auf den Umsatz gehen lediglich 18 % der Vermessungsbüros / Selbstständigen sowie 25 % der Unternehmen von einem spürbaren Rückgang aus.

Derzeit kaum Nutzung der staatlichen Hilfsprogramme – ambivalente Bewertung der langfristigen Auswirkungen

Die Abfrage im Bereich der Selbstständigen und der Unternehmen zeigt, dass die kurzfristig aufgelegten staatlichen Hilfsprogramme zu einem überwiegenden Teil nicht bzw. derzeit nicht nachgefragt werden. Die langfristige Auswirkung der Corona-Krise auf die Firma bzw. das Unternehmen bewertet etwa eine Hälfte der Befragten mit gleichbleibend bzw. positiv, die andere Hälfte hingegen mit negativ bis sehr negativ.

Chancen in der Verstärkung der Digitalisierung und im innerbetrieblichen Zusammenhalt – Schwierigkeiten durch unklare Entwicklungen und erhöhten Organisationsaufwand

Die Chancen, die die aktuelle Krise bietet, werden mehrheitlich in der Verstärkung der Digitalisierung (bis über 50 %) und der Stärkung des innerbetrieblichen Zusammenhalts gesehen. Die genannten Schwierigkeiten liegen vor allem in der generellen Unklarheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung (etwa 40 %) und dem erhöhten Aufwand für Organisation und Abstimmung (etwa 30 %). 

Ergebnisse mit Anhang

Corona-Epidemie und die Auswirkungen auf unser Vereinsleben

In den vergangenen Tagen hat sich das Coronavirus in Deutschland stark ausgebreitet. Es ist noch nicht absehbar, wie sich das in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickelt und welche Auswirkungen es auf uns haben wird. Aber bereits jetzt spürt jeder von uns die Wirkung der gebotenen Maßnahmen und die damit verbundenen Einschränkungen. Viele von uns arbeiten inzwischen im Home-Office, sind parallel mit der Betreuung ihrer Kinder beschäftigt, viele Geschäfte haben geschlossen und etliche Personen sind zumindest sozial isoliert.

„Mit der Situation und den Entwicklungen bewusst und verantwortlich umzugehen, ist ein Gebot für uns alle“, so DVW-Präsident Hansjörg Kutterer. Die Gesundheit unserer Mitglieder, der Teilnehmer*innen und Referenten an Veranstaltungen sowie der vielen ehrenamtlichen Helfer*innen im DVW wie auch im Landesverein Hessen ist uns wichtig. Der DVW e.V. und der DVW Hessen e.V. haben daher entschieden, die bevorstehenden Veranstaltungen bis auf weiteres zu verschieben. Auf diese Weise möchten wir dazu beitragen, die rasche Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu verlangsamen.

Logo #NetzwerkDVW

Gleichwohl soll durch die aktuellen Geschehnisse unser Vereinsleben nicht zum Erliegen kommen. Wir sind stolz auf unser #NetzwerkDVW. Dieses Netzwerk werden wir nun verstärkt in digitaler Form fortführen. Bereits jetzt haben Sitzungen der Arbeitskreise über Telefonkonferenzen stattgefunden. Auch die Durchführung von Seminaren in Form von Webinaren ist angedacht. Ebenso ist die Geschäftsstelle des DVW e.V. und des DVW Hessen e.V. wie gewohnt erreichbar.

Die Corona-Epidemie ist „eine historische Aufgabe und sie ist nur gemeinsam zu bewältigen“, so die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Lassen Sie uns gemeinsam dazu beitragen und nutzen Sie die digitalen Angebote um in Verbindung zu bleiben.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Ihr DVW Hessen e.V.

Verschoben: Einladung zur Fachtagung 2020 in Gelnhausen

Die für den 28. April 2020 geplante Fachtagung inklusive der Mitgliederversammlung wird aufgrund der Corona-Epidemie verschoben. Wir werden zu gegebener Zeit über die angepasste Planung informieren.

 

Der DVW Hessen lädt Sie recht herzlich zur Fachtagung nach Gelnhausen ein. Sie findet am

Dienstag, 28. April 2020

um 9:30 Uhr im Main-Kinzig-Forum

im Barbarossasaal

statt.

 Weitere Informationen unter der Rubrik Fachtagungen

#NetzwerkDVW

„Welche Vorteile habe ich durch eine Mitgliedschaft im DVW?“.

Eine Frage, die nicht selten von „Noch-nicht-DVW-Mitgliedern“ gestellt wird. Eine Frage, auf die das geneigte Mitglied sicher eine Vielzahl von guten Beispielen geben könnte, deren konkrete Beantwortung jedoch mitunter gleichsam schwierig erscheint. Sind es die Vergünstigungen bei Seminaren oder beim Eintritt in die INTERGEO? Sind es die vielfältig effektiven Förderungen des Berufsnachwuchses, die ich mit meiner Mitgliedschaft im DVW unterstütze? Oder ist es der regelmäßige Erhalt der renommierten Fachzeitschrift zfv, der mir besonders wichtig ist? Jedes Mitglied mag andere Schwerpunkte haben und demnach unterschiedlich auf diese Frage antworten.

Weitere Antworten und Informationen zur Kampagene #NetzwerkDVW finden Sie hier.

Gute Gründe für den DVW sind auch hier kurz und übersichtlich zusammengefasst.

DVW Hessen-Homepage - fit für die Zukunft!

Modernisiert, aktualisiert, benutzerfreundlicher

Die 20er Jahre sollen bekanntlich das Jahrzehnt der Veränderungen sein. Der DVW beginnt diese Dekade deshalb mit einer umfassenden digitalen Charmeoffensive: Die Webseiten des DVW e.V. sowie aller 13 DVW-Landesvereine und der 7 Arbeitskreise erstrahlen seit dem 1. Februar in neuem Glanz.

Und wie! Bereits auf den ersten Blick begeistert das neue Layout in moderner Kacheloptik. Klare und reduzierte Strukturen, aussagekräftige Bilder, gesteigerte Aktualität, komplett überarbeitete Inhalte, neue Tools und eine durchgängige Vereinheitlichung aller seitherigen Einzelhomepages – und das auf allen beliebigen Endgeräten und Browsern: Der DVW hat sein digitales Aushängeschild mit Bravour den Bedürfnissen seiner Mitglieder und interessierten Besucher angepasst. Die neue Homepage setzt Maßstäbe!

Ausgehend von dem Feedback der Mitglieder im Rahmen der Mitgliederbefragung hat die eingesetzte Arbeitsgruppe im letzten Jahr mit Hochdruck an der Konzeption der neuen Homepage und der Umstellung von der seitherigen auf die aktuelle Webseite gemeinsam mit den Landesvereinen und Arbeitskreisen gearbeitet. Ein großes Dankeschön für die intensive und engagierte Arbeit geht in diesem Zusammenhang in besonderem Maße an Ina Loth, Ulrich Dieckmann, Kathleen Kraus, Ivailo Vilser, Christiane Salbach, Thomas Paul sowie die Webadministratoren der Landesvereine und Arbeitskreise.

Schauen Sie doch einmal rein, egal ob über Computer, Laptop, Tablet oder Handy. Stöbern Sie in den neuen Kategorien „DVW aktuell“, „DVW kompetent“ oder „DVW regional“. Unseren Landesverein können Sie zudem bequem über die neue Deutschlandkarte in der Navigation auswählen. Sie sind auf der Suche nach den nächsten DVW-Terminen oder den nächsten DVW-Fortbildungsangeboten? Im neu gestalteten Veranstaltungskalender können Sie sich übersichtlich und passgenau informieren.

Durch die vollumfassende Erneuerung von www.dvw.de ist der DVW passend zum 150. Jubiläum im kommenden Jahr digital fit für die Zukunft. Wir freuen uns über Ihre Meinung und Ihr Feedback zur neu gestalteten Homepage über Facebook oder Twitter.

Verleihung des Harbert-Buchpreis 2019

Im Rahmen der Absolventenfeier des Fachbereiches 1 Architektur, Bauingenieurswesen, und Geoinformation und Kommunaltechnik, wurde im Audimax der Frankfurt University of Applied Sciences (FRA-UAS) am 17. Oktober 2019 der Harbert-Buchpreis für den besten Abschluss des Studienjahrganges verliehen. Die Nachwuchsreferent des DVW Hessen e. V., M. Eng. Katja Rau, gratulierte dem Bachelor of Engineering Philipp Schäfer (SoSe2019) im Namen des Vereins zu seiner hervorragenden Leistung und wünscht Ihm viel Erfolg in seiner weiteren Laufbahn.

Bild: © 2019 N. Färber - Frankfurt UAS - Preisverleihung mit Preisträger und Nachwuchsreferentin

Geko Meets Buisness 2019

Der DVW Hessen e. V. hat auch an Geko Meets Buisness am 6. Juni 2019 teilgenommen.

Neben verschieden Firmen und Ämtern aus dem Geodäsie-Umfeld beteiligte sich der DVW Hessen schon seit 2011 an der Veranstaltung Geko Meets Buisness. Seit dem Jahr 2014 auch durchgängig mit einem Info-Stand und einem Kurzvortrag an der Veranstaltung.

Dem Thema Mitgliedergewinnung widmen sich der DVW Hessen weiter intensiver und präsentiert sich dort mit einem Kurzvortrag. Am Infostand standen Jens Eckhard (Vorsitzende der Bezirksgruppe Frankfurt) und Katja Rau (Nachwuchsreferent) den interessierten Studenten und Berufskollegen Rede und Antwort.

Ziel der Veranstaltung ist es eine Plattform zu bieten, um in lockerer Atmosphäre Kontakte zu knüpfen und sich fachlich auszutauschen. Die Studierenden lernen bei GeKo meets Business potentielle Arbeitgeber oder Partner für Bachelorarbeiten und Praktika kennen.

Bild: © 2019 B. Bieber - Frankfurt UAS - Blick in den Ausstellungsraum